Kategorie: FAQs

Häufig gestellte Fragen (frequently asked questions).
Hier beantworten wir Fragen, die uns in unserem Arbeitsalltag regelmäßig gestellt werden.

  • Temperaturkoeffizienten (TK) bei Drucksensoren

    Da die Temperatur Einfluss auf die Messgenauigkeit eines Drucksensors hat, bleibt trotz diverser Kompensationsmaßnahmen immer ein kleiner Temperaturfehler im Nenntemperaturbereich. Dieser wird in den Datenblättern von Herstellern von Drucksensoren oft als Temperaturkoeffizient (Abk. TK) angegeben. Dieser Koeffizient beschreibt einen linearen Fehler ausgehend von einem Bezugspunkt, der meist bei Raumtemperatur liegt. Demnach ist der Temperaturfehler bei Raumtemperatur Null und nimmt mit zunehmendem Abstand zur Raumtemperatur mit dem spezifizierten Koeffizienten linear zu (siehe Abbildung).

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  • Vorteile LED-Display Druckschalter PSD-30

    Als Produktmanager für den Druckschalter PSD-30 werde ich oft nach den Vorteilen der LED-Anzeige gefragt.

    Die wesentlichen Vorgaben der Kunden für eine Geräteanzeige lauten: langlebig und robust, sowie gute Lesbarkeit des anstehenden Drucks auch aus bis zu 3m Entfernung, auch unter schlechten Lichtverhältnissen.

    Rote LED-Displays sind hierfür nach wie vor die am weitesten verbreitete Technologie im industriellen Umfeld. Hier die wichtigsten Vorteile, die meines Erachtens nach wie vor für die LED-Technologie sprechen:

    • hohe Leuchtstärke
    • guter Kontrast
    • lange Lebensdauer
    • mechanisch robust
    • geringer Stromverbrauch (geringe Eigenerwärmung)
    • weiter Temperaturbereich

    Zusätzliche wurde beim WIKA Druckschalter PSD-30 auf folgende Punkte besonders geachtet, um eine optimale Lesbarkeit auch unter schlechten Lichtverhältnissen zu garantieren:

    • besonders große Ziffernhöhe
    • gute Ausleuchtung der einzelnen Segmente
    • geeignete Kontrastscheibe

     Weitere Details zum PSD-30 finden Sie unter www.wika.de/psd-30 oder in meinem Fachartikel „Leichter Leben“.

  • Unterschied zwischen Transmitter und Transducer in der Druckmesstechnik

    Die Frage, wann sagt man Transmitter oder Transducer zu einem Drucksensor und was ist damit eigentlich gemeint, ist so alt wie die Bezeichnungen selbst. Beide Begriffe werden scheinbar austauschbar verwendet – aber stimmt das? Wann sagt man denn Transducer und wann Transmitter und was meinen wir damit?

    Ich verzichte hier ganz bewusst darauf, eine Norm zu zitieren, denn diese sind voll von Begriffen, die (fast) niemand verwendet (z. B. Gliedermaßstab oder Druckmessumformer).

    Deshalb hier mein persönlicher Vorschlag einer Systematik:

    Transducer: eher einfachere Form eines elektronischen Druckmessgerätes, typischerweise mit unverstärktem Ausgang (z. B. mV/V) oder einfachen Signalausgängen (0,5 … 4,5 V ratiometrisch, 0 … 100 mV), selten mit  Normsignal (4 … 20 mA, 0 … 10 V) und praktisch nie mit Digitalausgang, wird häufig gleichgesetzt mit Sensor.

    Sprachlich bedeutet Transducer „Umwandler“. Der Fokus liegt in der Wandlung von einer Signal- bzw. Energieform in eine andere. Daher auch die beinahe Bedeutungsgleichheit mit „Sensor“.

    Transmitter: meist mehr Funktionalität als Transducer, praktisch immer mit Verstärker für Normsignale (4 … 20 mA, 0 … 10 V), auch Bussignale (Profibus-DP etc.), häufig weitere Funktionen (Nullpunkt- oder Spanneeinstellung, „Turn-down“, etc.), meist genormte Steckverbinder oder robuste Kabelausgänge

    Sprachlich bedeutet Transmitter „Geber, Sender, Übertrager“ und die Übermittlung von Information steht im Vordergrund.

    Dies ist ein Vorschlag – und je mehr sich daran orientieren, desto einheitlicher wird das Verständnis der Begriffe und dann auch deren Verwendung.

  • Definition der Schutzart IP 68 in Theorie und Praxis

    Definition der Schutzart IP 68 in Theorie und Praxis

    Leider werden wir viel zu selten gefragt, wie die Schutzart IP 68 bei unseren Drucksensoren und Pegelsonden spezifiziert ist, d. h. wie tief ein solches Gerät untergetaucht werden darf.  Dabei ist das nicht nur eine sehr sinnvolle, sonder sogar eine zwingend notwendige Frage, denn die Schutzart IP 68 wird im Gegensatz zu fast allen anderen Schutzarten in der IEC 60529 nur beschrieben, nicht aber mit konkreten Werten spezifiziert:

    1. Die „6“ an der ersten Stelle bedeutet, dass das Gerät staubdicht ist.
    2. Die „8“ an der zweiten Stelle bedeutet, dass das Gerät für dauerndes Untertauchen in Wasser geeignet ist.

    Nicht beschrieben wird allerdings, wie tief ein solches Gerät untergetaucht werden darf. Was auch absolut Sinn macht, denn ob ein Gerät in einen Wassertank mit 1 m Höhe getaucht wird, oder für Messungen in 300 m Tiefe am Meeresboden verwendet wird, macht halt einen gewaltigen Unterschied. Gemäß Norm müssen daher der Hersteller und der Anwender die Bedingungen für IP 68 definieren.  Allerdings muss die Schutzart IP 68 immer besser sein, als die Schutzart IP 67, d. h. das Gerät muss mindestens 1 m  tief untergetaucht werden dürfen.

    In der Praxis bedeutet dies, dass wir für unsere Drucksensoren und Pegelsonden je nach Anwendungsgebiet unterschiedliche Eintauchtiefen angeben. Diese fangen bei 3 m an und können bis zu 300 m betragen. D. h. je nach Einsatzzweck, werden hier ganz unterschiedliche Tauchtiefen spezifiziert.

    Wenn Sie also für Ihre Anwendung die geeignete Lösung suchen, fragen Sie am besten unseren Customer Support um Rat.

  • Unterschied 4-20 mA in 2-Leiter und 3-Leiter bei Drucksensoren

    Worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen dem Ausgangssignal 4-20 mA in 2- und in 3-Leitertechnik? Ganz praktisch lässt sich diese Frage am einfachsten aus Sicht des Anwenders beantworten:

    Ein Ausgangssignal in 2-Leitertechnik bedeutet:

    • einen geringeren Verdrahtungsaufwand
    • einen besseren EMV-Schutz, weil  Störungen leichter zu filtern sind
    • einen höheren Schutz vor Verdrahtungsfehlern

    Der einzige Vorteil der 3-Leitertechnik ist, dass größere Bürden möglich sind, d. h. die Stromschleife auch an einem Messgerät mit relativ hohem Eingangswiderstand betrieben werden kann.

    Fazit: Ausgenommen für den Fall, dass eine große Bürde erforderlich ist, bietet 4-20 mA in 2-Leitertechnik  dem Anwender deutliche Vorteile – auch gegenüber anderen Signalen, wie z. B. 0-10 V.

  • Internationale Druckeinheiten

    Internationale Druckeinheiten

    Bestimmt haben Sie sich auch schon einmal gefragt, warum es weltweit so viele verschiedene Druckeinheiten gibt: wann werden diese verwendet bzw. wo kommen welche Einheiten am häufigsten vor?

    Diese Fragen lassen sich ganz einfach beantworten: die seit vielen Jahren festgelegte (und in vielen Ländern gesetzliche) SI-Einheit für die physikalische Größe Druck ist das Pascal. In der Druckmesstechnik findet das Pascal jedoch dennoch kaum Verwendung, sondern es wird typischerweise das (auch erlaubte) bar verwendet.

    Was durchaus verständlich ist, denn für die meisten technischen Anwendungen ist 1 Pascal viel zu klein, um in der Praxis sinnvoll genutzt zu werden. Beispiel: Eine normale Hauswasserleitung wird bei 400.000 – 600.000 Pa betrieben (4 – 6 bar). D. h. selbst bei relativ kleinen Drücken werden die „Zahlen“ bereits recht groß und unhandlich.

    In Westeuropa ist daher immer noch die SI-konforme Einheit bar am weitesten verbreitet. In Australien und China dagegen haben sich die Einheiten Kilopascal und Megapascal etabliert.

    In Nordamerika bevorzugt man die Druckeinheit PSI (Pounds per Square Inch). Und in vielen asiatischen Ländern wie z. B. Indien und Korea trifft man recht häufig auf die Einheit Kilogramm pro Quadratzentimeter.

    Um die Verwendung von Drucksensoren der Firma WIKA in vielen Regionen möglichst einfach und an den Gewohnheiten und Präferenzen der lokalen Nutzer zu orientieren, werden WIKA Drucksensoren in der Regel in fast allen international üblichen Einheiten angeboten.

    Verwandte Beiträge: Kennzeichnung von Absolutdruck- und Relativdruck-Messbereichen

  • Kabeldosen und Winkelstecker bei M12x1: Lieferumfang oder Zubehör?

    Oft werden wir gefragt, ob bei Geräten mit M12x1 Buchse auch der zugehörige Gegenstecker (auch Kabeldose oder Winkelstecker  zum Rundsteckverbinder M12x1 genannt) im Lieferumfang unserer Drucksensoren enthalten ist.

    Die Antwort lautet klar: Nein.

    Anders als bei den Winkelsteckern Form A und C (auch häufig als „Ventilstecker“ bekannt), ist der M12x1 Gegenstecker NICHT standardmäßig im Lieferumfang der WIKA Drucksensoren enthalten.

    Gerne liefern wir allerdings den passenden Gegenstecker zu Ihrem Gerät mit M12x1 Stecker dazu. Am besten allerdings gleich mit einem angespritztem Kabel, denn das hat gleich mehrere Vorteile:

    • Sie müssen nicht mehr den kleinen „kniffligen“ Stecker selbst konfektionieren
    • Konfektionierungsfehler werden vermieden
    • Die Schutzart ist bei angespritzten Kabeln in der Regel höher
    • Das Kabel ist im günstigen Gesamt-Preis auch schon enthalten.

    Wenn Sie sich allerdings unsicher sind bei der Auswahl des passenden M12x1 Gegensteckers (denn es gibt hier ziemlich viele Varianten: gerade/gewinkelt, 4-polig/5-polig, etc…) wenden Sie sich am besten an unseren technischen Support. Dort werden Sie gerne beraten und eine auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Lösung empfohlen.

  • Wie sind MTTF und MTBF definiert und worin liegt der Unterschied?

    Die beiden Definitionen von MTTF und MTBF unterscheiden sich nur sehr gering.

    Ausgeschrieben bedeuten die beiden Akronyme
    Mean Time To Failure  (MTTF)– die mittlere Zeit bis zum Ausfall, d. h. das Bauteil/Gerät wird nach einem Ausfall ausgetauscht
    Mean Time Between Failures (MTBF)–  die mittlere Zeit zwischen (zwei) Fehlern, d. h. das Bauteil/Gerät wird nach einem Ausfall repariert 

    Beides sind rein statistische Größen und werden verwendet, um die Zuverlässigkeit von elektronischen Bauteilen darzustellen. MTTF und MTBF dürfen allerdings nicht mit einer durchschnittlichen Lebensdauer verwechselt werden.

    Für Drucksensoren und Drucktransmitter werden üblicherweise MTTF-Werte angegeben, da diese Geräte in der Regel nach einem Ausfall nicht repariert, sondern komplett ausgetauscht werden.

    MTTF-Werte zu WIKA Drucksensoren sind auf Anfrage bei Ihrem Außendienst bzw. beim Customer Support verfügbar.

  • Maximaler Druck bei G1/8 und 1/8 NPT

    Warum werden bei Drucksensoren die Gewinde G1/8 und 1/8 NPT nur bis zu einem Nenndruckbereich von 400 bar angeboten? Woher kommt diese Grenze?

    Die Erklärung ist im Grunde ganz einfach: Ab einer bestimmten Grenze sind die Gewindeflanken nicht mehr „stark“ genug, um der Kraft des anstehenden Druckes standzuhalten. Ist der Druck zu groß, so besteht die Gefahr, dass das Gewinde abschert. Die Druckgrenzen stammen übrigens aus der DIN EN 837-1.

    Achtung: Der maximale Druck, bis zu dem ein Gewinde eingesetzt werden kann, ist nicht nur abhängig von dem Gewindedurchmesser sondern auch von der gewählten Abdichtungsart und dem Material des Gegengewindes.

  • Winkelstecker Form A undicht/ Verlust der IP Schutzart

    Winkelstecker Form A

    Was ist beim Konfektionieren vom Winkelstecker EN 175301-803 A zu beachten, damit die IP Schutzart erhalten bleibt, also Stecker und Gerät auch wirklich dicht sind?

    Leider kann man bei der Verwendung vom Winkelstecker EN 175301-803 A (besser bekannt als Ventilstecker, großer Würfelstecker, großer Hirschmannstecker oder unter der alten Bezeichnung DIN 43650 Stecker)  eine ganze Menge falsch machen. Dummerweise führt fast jeder dieser Fehler zum Verlust der IP Schutzart – und zwar nicht nur für den Stecker, sondern meistens gleich für das komplette Gerät!

    Deshalb sollte man beim Einsatz dieses Winkelsteckers auf die drei häufigsten Fehlerquellen achten:
    • Passt das Kabel zum angegebenen Klemmdurchmesser der Kabelverschraubung?
    •  Ist im Stecker eine Dichtung integriert bzw. liegt eine Dichtung zwischen Gerätestecker und Gegenstecker und passt die Dichtung überhaupt zum Stecker?
    • Ist die Schraube richtig angezogen und dichtet der Schraubenkopf richtig ab?