Kategorie: FAQs

Häufig gestellte Fragen (frequently asked questions).
Hier beantworten wir Fragen, die uns in unserem Arbeitsalltag regelmäßig gestellt werden.

  • Reinigung von Drucksensoren für den Sauerstoffeinsatz

    Sauerstoffanwendungen

    Warum müssen Sensoren für Sauerstoffanwendungen eigentlich speziell gereinigt werden?

    Sobald der Sauerstoffgehalt über den der normalen Umgebungsluft, also über 22 % steigt, besteht Feuergefahr. Grundsätzlich sind für das Entstehen eines Feuers drei Dinge notwendig:

    Ein brennbarer Stoff, eine Zündquelle und eben Sauerstoff.

    In einer Sauerstoffanwendung kann man nun mal die Anwesenheit von Sauerstoff nicht verhindern- also müssen die übrigen beiden Voraussetzungen, insbesondere der brennbare Stoff, unbedingt verhindert werden. Potentiell brennbare Stoffe sind aber nicht nur die eingesetzten Werkstoffe (in diesem Fall die sogen. messstoffberührten Teile), die mit dem Sauerstoff in Berührung kommen, sondern auch alle darauf haftenden Rückstände, wie zum Beispiel Öle und Fette aber auch Fasern, Fusseln, Stäube, etc.

    Deshalb müssen die messstoffberührten Teile frei von derlei Rückständen und Verunreinigungen sein. Häufig sind dafür eine spezielle Reinigung und der anschließende Schutz vor Wiederverschmutzung bei Transport oder Handhabung (z.B. durch geeignete Verpackung, Versiegeln, Einschweißen, Abdecken etc.) notwendig.

  • Unterschied Relativdruck zu Absolutdruck

    Absolutdruck vs Relativdruck

     

    Immer wieder kommt die Frage auf, worin der Unterschied zwischen einer Absolutdruck- und einer Relativdruckmessung besteht. 

    Rein theoretisch ist die Frage relativ einfach zu beantworten: bei einer Relativdruckmessung wird immer die Differenz zum gerade herrschenden Umgebungsdruck gemessen. Dieser ändert sich allerdings mit dem Wetter und der Höhe über dem Meeresspiegel. Bei einer Absolutdruckmessung wird die Differenz zum idealen bzw. absoluten Vakuum gemessen. Diese Messung ist deshalb unabhängig von Wetter oder Höhe. 

    In der Praxis unterscheiden sich die beiden Messungen wie folgt: 

    In den meisten Fällen besteht die Messaufgabe in der Bestimmung des Relativdrucks. Deshalb wird diese Sensorart auch am häufigsten eingesetzt bzw. ist am weitesten verbreitet. Verwendet man aber einen Relativdrucksensor in einer Anwendung, in der eigentlich Absolutdruck gemessen werden soll,  so muss man mit folgenden, zusätzlichen Fehlern rechnen: 

    • +/- 30 mbar durch Wetteränderungen
    • bis zu 200 mbar bei Ortsänderung (z.B. von Meereshöhe auf 2000m)

    Je nach Messbereich sind diese Fehler gravierend (z.B. in der Pneumatik bei einem Messbereich 1bar) oder vernachlässigbar (z.B. in der Hydraulik bei 400bar). 

    Wenn Sie unsicher sind, ob für Ihre Messaufgabe eine Relativdruck- oder Absolutdruckmessung erforderlich ist, so stehen Ihnen unsere Anwendungsberater gerne zur Verfügung.

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